{"id":1,"date":"2016-07-18T16:00:57","date_gmt":"2016-07-18T16:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/?p=1"},"modified":"2021-10-04T09:31:52","modified_gmt":"2021-10-04T09:31:52","slug":"call-zur-1-tagung-des-netzwerks-qualitative-methoden-in-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/?p=1","title":{"rendered":"Call zur 1. Tagung des Netzwerks Qualitative Methoden"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Diskursanalyse in der Kommunikationswissenschaft und Medienforschung &#8211; Theorie, Vorgehen, Befunde<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">27. bis 29. April 2017, M\u00fcnchen<\/h4>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/netzwerk-qualitative-methoden_call-for-papers1.pdf\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/netzwerk-qualitative-methoden_call-for-papers1.pdf\" target=\"_blank\">Zur Ansicht und zum Download des Call for Papers (PDF)<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thema und Ziele<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Methode der Diskursanalyse z\u00e4hlt in manchen Fachtraditionen zum Mainstream, w\u00e4hrend sie in anderen kaum Anwendung findet. Der wohl prominenteste Begr\u00fcnder dieses theoretischen und methodischen Forschungsprogramms, der franz\u00f6sische Soziologie Michel Foucault, nahm mit einem konstruktivistischen Welt- und Gesellschaftsbild die Wechselspiele zwischen Macht und Wissen ins Visier und fragte nach den gesellschaftlichen Prozessen der Konstitution von Bedeutung und Sinn. Konkret ging er davon aus, dass das menschliche Denken und Handeln auf einem sozial konstruierten und in unterschiedlichem Ma\u00dfe legitimierten Weltwissen beruht, \u00fcber das in Diskursen entschieden wird, welche \u2013 einem zwingenden Gedankensystem gleich \u2013 die Wirklichkeit erst erzeugen. Foucaults kritische Ethnologie der eigenen Kultur zielte darauf ab, dem Regime des Sagbaren (Diskurse) sowie dessen weltlichen Konsequenzen (Dispositive) \u00fcber jedwede Form von Texten oder Aussagen nachzusp\u00fcren, was sie zweifelsohne f\u00fcr die qualitative Analyse von Medieninhalten bzw. von medialen Wirklichkeitskonstruktionen an der Schnittstelle zwischen Sozial- und Geisteswissenschaften interessant macht. Folgerichtig nehmen auch die meisten Weiter- bzw. Parallelentwicklungen dieses Ansatzes aus unterschiedlicher Perspektive auf Untersuchungsgegenst\u00e4nde der Kommunikations- und Medienwissenschaft Bezug \u2013 als wissenssoziologische Forschungsagenda, als kritische und damit normative Mediendiskursanalyse oder etwa als (sozio-)linguistische Diskursforschung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ziele der Tagung sind damit umrissen: Ausgehend von der Annahme, dass die Diskursanalyse trotz oder gerade aufgrund ihrer disziplin\u00fcbergreifenden Verankerung eine Bereicherung f\u00fcr die qualitative Medienforschung darstellt, soll diskutiert werden, inwiefern dieses Forschungsprogramm f\u00fcr die (machtorientierte) Analyse von Medieninhalten sowie von massenmedialen Wirklichkeitskonstruktionen (einschlie\u00dflich der Bedingungen ihres Zustandekommens und ihrer Folgen) fruchtbar gemacht werden kann. Eingel\u00f6st werden sollen damit zugleich die Anspr\u00fcche des Netzwerks Qualitative Methoden, das Wissen und den Austausch in der qualitativen Medienforschung zu f\u00f6rdern und voranzutreiben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>M\u00f6gliche Schwerpunkte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gem\u00e4\u00df dem Selbstverst\u00e4ndnis des Netzwerks Qualitative Methoden sind Beitr\u00e4ge sowohl aus der Kommunikationswissenschaft als auch aus den Nachbardisziplinen eingeladen, die 1) die Diskursanalyse als Erkenntnisinstrument einer qualitativen Medienforschung theoretisch einordnen und reflektieren, die 2) den Einsatz der Diskursanalyse in der Forschungspraxis methodisch veranschaulichen und diskutieren oder die 3) aktuelle Forschungsergebnisse vorstellen, welche mithilfe eines diskursanalytischen Verfahrens erzielt worden sind:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Erw\u00fcnscht sind erstens Beitr\u00e4ge, die nach den erkenntnistheoretischen und methodologischen Grundlagen der Diskursanalyse fragen und das Potenzial der verschiedenen diskursanalytischen Perspektiven und Forschungstraditionen f\u00fcr die Erforschung von massenmedialen Inhalten oder Prozessen \u00f6ffentlicher Kommunikation herausarbeiten. Selbstverst\u00e4ndlich kann dies auch in Form von Metastudien oder vergleichenden Arbeiten erfolgen.<\/li><li>Willkommen sind zweitens Beitr\u00e4ge, die das methodische Vorgehen der Diskursanalyse in den Mittelpunkt r\u00fccken und an einem exemplarischen Fall die St\u00e4rken und Schw\u00e4chen dieses Verfahrens systematisch f\u00fcr jeden Untersuchungsschritt von der Fragestellung bis zur Auswertung er\u00f6rtern. Die dabei vorgestellten Herangehensweisen d\u00fcrfen nat\u00fcrlich je nach Forschungshintergrund oder Fachtradition die gesamte Bandbreite qualitativer Zugriffe (von offenen induktiven Vorgehensweisen \u00fcber kategoriengeleitete Analyseverfahren bis hin zu standardisierten Auswertungsstrategien) abbilden. Ebenso von Interesse ist die Frage nach der Anwendung der Diskursanalyse bezogen auf unterschiedliche Untersuchungsgegenst\u00e4nde oder unterschiedliches Datenmaterial (Texte, Bilder, audiovisuelles Material etc.).<\/li><li>Relevant sind drittens Beitr\u00e4ge, die eigene diskursanalytische Studien vorstellen und auf diesem Weg zeigen, was bei einer solchen Herangehensweise zur Untersuchung von Medieninhalten bzw. Prozessen \u00f6ffentlicher Kommunikation herauskommen kann \u2013 umso mehr wenn dabei methodisch innovative Wege beschritten werden. Das Spektrum an Pr\u00e4sentationen reicht hier von Einzelfallstudien \u00fcber vergleichende Arbeiten bis hin zu umfangreichen Analysen mit einer gro\u00dfen Datenmenge.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Einreichungsmodalit\u00e4ten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einreichungen f\u00fcr Pr\u00e4sentationen k\u00f6nnen bis 15. November 2016 per E-Mail an&nbsp;<a href=\"mailto:netzwerk.qm@gmail.com\">netzwerk.qm@gmail.com<\/a> geschickt werden. Sie sollten ein Titelblatt mit allen Angaben zu den Autoren sowie ein anonymisiertes Extended Abstract (maximal 500 W\u00f6rter exklusive Titelblatt und Literaturangaben) enthalten. Die Einreichungen werden in einem Blind-Review-Verfahren begutachtet. F\u00fcr die Auswahl der Pr\u00e4sentationen gelten die \u00fcblichen Kriterien: Bezug zum Tagungsthema, Qualit\u00e4t der theoretischen und methodischen Fundierung, Relevanz, Klarheit und Pr\u00e4gnanz der Darstellung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Organisatorische Hinweise<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Tagung beginnt am Donnerstag, 27. April 2017, abends mit einem Get-Together und endet am Samstag, 29. April 2017, am fr\u00fchen Nachmittag. Weitere Informationen zum genauen Programmablauf, zur Anmeldung sowie zu Unterkunfts- und Anreisem\u00f6glichkeiten werden rechtzeitig bekannt gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zeitplan<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>15. November 2016: Einreichungsschluss der Abstracts<br>15. Januar 2017: Ende des Review-Verfahrens, Benachrichtigung der Autoren<br>31. M\u00e4rz 2017: Ver\u00f6ffentlichung des endg\u00fcltigen Tagungsprogramms<br>27. bis bis 29. April 2017: Tagung<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Veranstalter und Kontakt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Netzwerk Qualitative Methoden<br>Dr. Thomas Wiedemann, Prof. Dr. Christine Lohmeier<br>E-Mail: <a href=\"mailto:info@netzwerkqualitativemethoden.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">info@netzwerkqualitativemethoden.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Veranstaltungsort<\/strong><a href=\"mailto:netzwerk.qm@gmail.com\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Institut f\u00fcr Kommunikationswissenschaft und Medienforschung<br>Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen<br>Oettingenstr. 67<br>D-80538 M\u00fcnchen<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 1. Netzwerk-Tagung findet im April 2017 an der LMU M\u00fcnchen zum Thema \u201eDiskursanalyse&#8220; statt.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-1","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-tagungen"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":290,"href":"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1\/revisions\/290"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}