{"id":441,"date":"2022-11-16T20:07:34","date_gmt":"2022-11-16T19:07:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/?p=441"},"modified":"2022-11-16T20:07:35","modified_gmt":"2022-11-16T19:07:35","slug":"call-for-abstracts-zur-4-netzwerk-tagung-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/?p=441","title":{"rendered":"Call for Abstracts zur 4. Netzwerk-Tagung 2023"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Transformationen, Br\u00fcche und (In-)Konsistenzen&nbsp;\u2013 Langzeitperspektiven in der Qualitativen (Sozial-)Forschung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">Call for Abstracts<\/h6>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">4. Tagung des Netzwerks Qualitative Methoden<\/h6>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\">19. bis 21. April 2023, Universit\u00e4t Augsburg<\/h6>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/grafik-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-444\" width=\"154\" height=\"56\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/cfa_Langzeitperspektiven_nqm.pdf\" data-type=\"URL\" data-id=\"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/cfa_Langzeitperspektiven_nqm.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zum Download des Call for Abstracts<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Thema und Ziele<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Qualitative Methoden sind durch ihre Orientierung an allt\u00e4glichen Lebenswelten und Alltagspraktiken pr\u00e4destiniert daf\u00fcr, nicht nur Positionierungen zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erheben, sondern auch (In-)Konsistenzen, Br\u00fcche und Transformationen \u00fcber die Zeit hinweg nachzuvollziehen. Besonders durch eine langfristige Perspektive auf Prozesse der zwischenmenschlichen Kommunikation und des Aushandelns von Bedeutungen kann qualitative Forschung zeigen, dass Einstellungen und \u00dcberzeugungen oftmals situativ aktiviert und kontinuierlich evaluiert werden, gleichzeitig aber auch unter ver\u00e4nderlichen Bedingungen persistente Elemente aufweisen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die qualitative Langzeitperspektive wird allerdings aus diversen, zumeist eher forschungspragmatischen Gr\u00fcnden, in der gegenw\u00e4rtigen Forschungslandschaft kaum und wenn eher \u00fcber rekonstruktive Elemente im Rahmen kurzer, einmaliger Feldaufenthalte eingel\u00f6st. Auch Methodentriangulationen zielen typischerweise mehr auf ein Nebeneinander als ein zeitliches Nacheinander von Messungen ab. Ein langfristig angelegtes Studiendesign, welches die (In-)Konsistenzen, Br\u00fcche und Transformationen selbst in den Blick bekommt, ist bislang eher die Seltenheit. In einer stark kompetitiven, auf raschen Impact, zahlreichen Output und kurze Qualifikations- bzw. Verweildauern ausgerichteten Forschungslandschaft lassen sich langwierige ethnographische Studien und andauernde oder wiederkehrende Feldphasen oftmals nur schwer mit der Verwertungslogik des Wissenschaftssystems in Einklang bringen. Aber auch konkrete methodische Herausforderungen und Problemlagen lassen qualitative Langzeitstudien eher zu Ausnahmen als zum Regelfall werden. Folglich sind positive wie negative Erfahrungen mit qualitativen Langzeitstudien rar dokumentiert, Probleme und Potentiale in der Methodenliteratur wenig diskutiert und modellhafte L\u00f6sungswege und Vorgehensweisen kaum demonstriert. Diese Tagung setzt sich daher zum Ziel, qualitative Langzeitforschung und Studien mit qualitativen Mehrfachtreatments in konzeptioneller, methodologischer und forschungspraktischer Hinsicht zu reflektieren und Projekte, methodische Strategien und Vorgehensweisen zu pr\u00e4sentieren. Letztlich sollen Momente des Erfolgs und des Scheiterns gemeinsam diskutiert werden. Ziel ist es, gemeinsam zur Weiterentwicklung qualitativer Langzeitforschung beizutragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erbeten sind Beitr\u00e4ge aus der Kommunikationswissenschaft, Soziologie, Kulturwissenschaft, Politikwissenschaft und benachbarten Disziplinen zu folgenden und dar\u00fcber hinausreichenden Themenbereichen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Konzeption und Design von Langzeitstudien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Qualifikation und Antragsstellung: Wie lassen sich wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten mit einer Langzeitperspektive vereinen und welche Strategien zur Antragsstellung k\u00f6nnen formuliert werden? Welche logistischen Herausforderungen in Bezug auf Personalmittel, Datenverwaltung und Zeitressourcen ergeben sich?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche L\u00e4ngsschnittdesigns sind denkbar bzw. realisierbar (Trendanalyse, (kontinuierliche) qualitative Inhaltsanalyse, qualitative Panelstudien etc.)?<\/li>\n\n\n\n<li>Aufwand und Ertrag der Langzeitperspektive aus Sicht von Forschenden und Informant:innen: Warum sollte man sich das antun, wie \u00fcberzeugt man zur Mitwirkung (bei Rezeptions-, Wirkungs-, Aneignungsstudien etc.)?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Kontext Zeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Welche methodischen Herausforderungen bringt eine Langzeitperspektive mit sich? Wie k\u00f6nnen Ver\u00e4nderungen auf der gesellschaftlichen Ebene, den Medieninhalten, den Rezeptions- und Aneignungsprozessen, etc. methodisch gefasst werden?<\/li>\n\n\n\n<li>Was bedeutet ein L\u00e4ngsschnittdesign f\u00fcr uns als Forschende, f\u00fcr ein Forschungsteam (z.B. Rolle von personellen Ver\u00e4nderungen etc.)? Wie kann ich, als Forschende:r, einen Zeitplan einhalten?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie sollten sich ver\u00e4ndernde Kontexte im Alltag der Teilnehmenden (bei Rezeptions-, Wirkungs-, Aneignungsstudien etc.) ber\u00fccksichtigt werden?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Herausforderungen im Verlauf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Anpassung, Aktualisierung und Adaption von Erhebungsinstrumenten: Wieviel Stabilit\u00e4t und Wiederkehr von Erhebungselementen braucht es, wieviel Neues tut not, wieviel Lernen zwischen den Wellen ist erforderlich? Wie l\u00e4sst sich die Auswertung erster Ergebnisse realisieren und diese in den Forschungsprozess integrieren?<\/li>\n\n\n\n<li>Forschungsethische Herausforderungen, N\u00e4he, Distanz und Spannungen im Forschungsprozess: Wie kann mit Spannungen durch die Ver\u00f6ffentlichung von Teilergebnissen umgegangen und Konflikte im Prozess gehandhabt werden?<\/li>\n\n\n\n<li>Rekrutierung, Pflege und Erhalt der Mitwirkungsbereitschaft von Informant:innen (bei Rezeptions-, Wirkungs-, Aneignungsstudien etc.): Modifikationen und Erweiterungen des Samples als Bug oder Feature?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Methodische Einblicke in abgeschlossene und noch laufende Projekte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Welche Methoden sind innerhalb von L\u00e4ngsschnittdesigns bereits realisiert worden?<\/li>\n\n\n\n<li>Aus Erfahrungen lernen: Welche take-aways konnten aus dem Forschungsprojekt mitgenommen werden?<\/li>\n\n\n\n<li>Momente des Erfolgs und des Scheiterns: Wie wurde mit Krisen im Forschungsprozess umgegangen?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Neben fokussierten Einreichungen zum Tagungsthema ist es zudem m\u00f6glich, thematisch anders gefasste Beitr\u00e4ge (im Rahmen qualitativer Forschung) f\u00fcr zwei offene Panel einzureichen. Daf\u00fcr gelten ebenfalls die Einreichungsmodalit\u00e4ten plus der Hinweis der Eingabe f\u00fcr ein offenes Panel.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Einreichungsmodalit\u00e4ten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einreichungen f\u00fcr Pr\u00e4sentationen k\u00f6nnen bis <strong>15. Januar 2023<\/strong> per E-Mail an <a href=\"mailto:langzeitperspektiven@phil.uni-augsburg.de\">langzeitperspektiven@phil.uni-augsburg.de<\/a> geschickt werden. Sie sollten ein Titelblatt mit allen Angaben zu den Autorinnen und Autoren sowie ein anonymisiertes Extended Abstract (maximal <strong>500<\/strong> W\u00f6rter exklusive Literaturangaben) enthalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Organisatorische Hinweise<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einem Get-Together am Vorabend beginnt die Tagung am Donnerstag, 20. April 2023, morgens und endet am Freitag, 21. April 2023, nachmittags. Weitere Informationen werden rechtzeitig bekannt gegeben. Wir planen eine Tagung in Pr\u00e4senz. Wenn die Umst\u00e4nde eine \u00c4nderung des Formats erzwingen, werden wir dies ebenfalls rechtzeitig bekannt geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zeitplan<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">15. Januar 2023: Einreichungsschluss der Abstracts<br>28. Februar 2023: Ende des Review-Verfahrens, Benachrichtigung der Vortragenden<br>Mitte M\u00e4rz 2023: Ver\u00f6ffentlichung des Tagungsprogramms<br>19. bis 21. April 2023: Tagung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Organisation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dr. habil. Christian Schwarzenegger<br>Katharina Sch\u00f6ppl MA. MA.<br>Prof. Dr. Jeffrey Wimmer<br>Lisa Waldenburger MA.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erreichbar unter: <a href=\"mailto:langzeitperspektiven@phil.uni-augsburg.de\">langzeitperspektiven@phil.uni-augsburg.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Kooperation mit dem<br>Netzwerk Qualitative Methoden<br>Dr. Thomas Wiedemann, Prof. Dr. Christine Lohmeier<br>E-Mail: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"mailto:info@netzwerkqualitativemethoden.de\" target=\"_blank\">info@netzwerkqualitativemethoden.de<\/a><br>Web: <a href=\"http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/\">http:\/\/www.netzwerkqualitativemethoden.de\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tagung wird durch die Fachgruppe Methoden der DGPuK unterst\u00fctzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 4. Tagung des Netzwerks Qualitative Methoden im April 2023 in Augsburg diskutiert Langzeitperspektiven. Abstracts k\u00f6nnen bis 15. 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